In einer Zeit, in der Herausforderungen wie soziale Ungleichheit, Umweltzerstörung und Klimawandel zunehmend akut werden, steht die Institution Hochschule in der Verantwortung, ihren Beitrag zur Bearbeitung dieser Problemlagen zu leisten. Gerade in Krisenzeiten, in denen viele Weichen neu gestellt werden müssen, ist es entscheidend, dass Hochschulen zur selbstständigen und reflektierten Antizipation des Kommenden befähigen. Auch für die Lehrer:innenbildung gilt es, Lehrpersonen mit entsprechenden Fähigkeiten und Bereitschaften auszustatten, um Veränderungen hin zu einer nachhaltigen und gerechten Zukunft anzustoßen. Herausforderungen der dargelegten Art können konzeptionell unter dem Begriff der epochaltypischen Schlüsselprobleme gefasst werden. Wenn es darum geht, diese Herausforderungen im Rahmen der Institution Hochschule einer kritisch-reflexiven Auseinandersetzung zu unterziehen und dadurch transformierbar zu machen, kommt dem Konzept des Transformativen Lernens (TL) eine Schlüsselrolle zu. Durch TL kann – so der Anspruch – ein pädagogischer Beitrag zu einer sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft geschaffen werden, die ein gutes Leben für alle anstrebt.
