Call for Papers: ZFHE 22/2
Veröffentlicht am 2026-05-09Call for Papers ZFHE 22/2
Der Beitrag der Hochschulen für eine offene, inklusive und demokratische Gesellschaft
Herausgeber:innen:
Hrsg. C. Trautwein, R. Krempkow, O. Zimmermann, L. Leišytė & A.-L. Rose
Die gesellschaftliche Rolle der Hochschulen im Allgemeinen
Angesichts komplexer, drängender gesellschaftlicher Problemlagen wird von Hochschulen erwartet, nicht nur als Wissensvermittler, sondern auch als aktive Gestalter gesellschaftlicher Entwicklungen zu agieren (Paleari et al. 2015).
Hochschulen spielen eine zentrale Rolle dabei, transdisziplinäre Forschung zu fördern und praxisnahe Lösungen für wicked problems (Hanson, 2019), wie Klimawandel, Umweltbelastung, Armut, gesellschaftspolitische Polarisierung und soziale Ungleichheit zu entwickeln. Gemeinsam mit Akteur:innen aus der Praxis sollen sie Lösungsansätze erarbeiten und ihre Umsetzung fördern, die sowohl akademische als auch gesellschaftliche Bedürfnisse adressieren und integrieren. Die Third Mission fordert Hochschulen auf, stärker zur Gesellschaft beizutragen, indem sie sich aktiv an der Lösung oben genannter Probleme beteiligen. Die Bewältigung dieser Aufgabe erfordert eine enge Verzahnung von Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft, wie sie in Quadruple‑Helix‑Modellen (z. B. Machado et al., 2024) und durch transdisziplinäre Kooperationen adressiert wird (Gesellschaft für Hochschulforschung [GfHf], 2025).
Hinsichtlich aktueller gesellschaftspolitischer Entwicklungen werden zudem Stimmen laut, die Hochschulen daran erinnern, dass sie dem Hochschulrahmengesetz gemäß, Studierende zu „verantwortlichem Handeln in einem freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat“ befähigen sollen (§ 7 HRG). Laut Pasternack & Henke (2025) geht es dabei weniger um „Demokratiebildung“ im engeren Sinne, sondern vielmehr darum mit Urteils-, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit sowie der Befähigung zum Umgang mit Uneindeutigkeit bzw. Ambiguitätstoleranz, Voraussetzungen für ein solches verantwortliches Handeln zu schaffen (S. 5-8). Für die Ausbildung dieser Fähigkeiten seien z.B. deliberative bzw. diskursorientiertere Lehr-Lern-Formen, projektbasiertes Lernen, Service-Learning-Projekte etc. empfehlenswert (S. 21). Solche Lernformen haben sich - wenn sie gut umgesetzt wurden - auch in Hochschulabsolvent:innen-Verbleibstudien als Prädiktoren späteren Berufserfolgs gezeigt (Schaeper & Briedis, 2004; Matthews et al., 2015).
Neben dem studentischen Erwerb demokratiebezogener Kompetenzen obliegen Hochschulen weitere normativ ausgerichtete Aufgaben, z.B. Nachhaltigkeitsorientierung verankern, besondere Verantwortung für die Entwicklung von Lösungsansätzen für gesellschaftliche Fragestellungen wahrnehmen, sich mit den möglichen Folgen der Nutzung ihrer Forschungsergebnisse auseinandersetzen, zum Erhalt und zur Verbesserung der Lebens- und Umweltbedingungen beitragen, strukturellen Benachteiligungen entgegenwirken, die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die Vielfalt fördern und Diversitätssensibilität ausbilden, ihren Studierenden Medienkompetenz vermitteln, deren Kooperations- und Teamfähigkeit stärken usw. usf. (vgl. z.B. § 4 Abs. 1–10 Berliner Hochschulgesetz), wie Pasternack & Henke (2025) ausführen und zugleich davor warnen, dass sich Hochschulen in der Vielzahl dieser Anforderungen verlieren.
Internationalisierung ist ein weiterer zentraler Aspekt: Hochschulen müssen globale Perspektiven in Forschung und Lehre integrieren, um Studierende auf eine zunehmend vernetzte Welt vorzubereiten (DAAD, 2023). Hinzu kommt die digitale Transformation als Querschnittsaufgabe, die alle Hochschultypen betrifft. Sie umfasst die Entwicklung digitaler Lehr- und Lernformate, die Nutzung von KI in Lehre und Forschung sowie die Sicherstellung entsprechender digitaler Kompetenzen bei Studierenden und Lehrenden (Wissenschaftsrat, 2022), insbesondere Wissen zu geeigneten und ungeeigneten Einsatzbereichen (Möglichkeiten und Grenzen).
Die gesellschaftliche Rolle der Hochschulen im Besonderen
Die deutsche Hochschullandschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten stark ausdifferenziert. Neben den klassischen – staatlichen – Universitäten und den etablierten Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) spielen auch duale und nicht-staatliche Hochschulen eine immer bedeutsamere Rolle und erfüllen jeweils spezifische gesellschaftliche Aufgaben (HRK, 2023; Wissenschaftsrat, 2022). Dabei sind die nachfolgenden Charakterisierungen nicht als nebeneinanderstehende, sondern als sich überschneidende Kategorien zu betrachten, bei denen zudem bestimmte Kombinationen besonders häufig auftreten: So gibt es einige - wenige - private Universitäten, während die meisten nicht-staatlichen Hochschulen HAWs sind und das duale und das Fernstudium an ihnen häufiger vertreten ist als an staatlichen Hochschulen (2). Dies gilt es bei der Analyse der Hochschullandschaft zu beachten.
Rolle der Universitäten
Universitäten übernehmen traditionell die Aufgabe der Grundlagenforschung und der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung. Sie sind Orte der Erkenntnisproduktion und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftssystems bei. Darüber hinaus sind sie zentrale Akteure für die Ausbildung in forschungsorientierten Studiengängen und für die Entwicklung innovativer Technologien. Ihre gesellschaftliche Verantwortung umfasst die Förderung kritischen Denkens, die Sicherung wissenschaftlicher Exzellenz und die Beteiligung an globalen Forschungsnetzwerken (Wissenschaftsrat, 2022).
Rolle der Hochschulen für angewandte Wissenschaften
Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) zeichnen sich durch eine besonders enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis aus. Sie sind stark regional verankert und kooperieren intensiv mit Unternehmen, Kommunen und sozialen Einrichtungen. Ihr Auftrag liegt in der praxisorientierten Ausbildung und der anwendungsnahen Forschung, die direkt zur Lösung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen beiträgt. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Fachkräftesicherung und der Innovationsförderung in mittelständischen Strukturen (HRK, 2023). Zudem sind HAW wichtige Akteure bei der Umsetzung von Digitalisierung in der Lehre und der Entwicklung praxisnaher Lösungen für die digitale Transformation.
Rolle dualer Hochschulen
Duale Hochschulen verbinden akademische Bildung mit beruflicher Praxis. Sie erfüllen einen gemeinsamen Ausbildungsauftrag mit Praxispartner:innen aus Wirtschaft und Verwaltung. Dieses Modell fördert die Beschäftigungsfähigkeit der Absolvent:innen und trägt zur Fachkräftesicherung bei, insbesondere in Zeiten des demografischen Wandels und des digitalen Strukturwandels (BIBB, 2023). Darüber hinaus leisten duale Hochschulen einen Beitrag zur Durchlässigkeit des Bildungssystems, zur Integration von Praxisperspektiven und zur Integration nicht-traditioneller Studierender (NTS).
Rolle privater Hochschulen
Private Hochschulen (pHS) tragen laut HRK zur Ausdifferenzierung und zum Wettbewerb im deutschen Hochschulsystem bei, wobei sie sich häufig durch innovative und praxisnahe Studienangebote auszeichnen und auf gesellschaftliche Bedarfe, wie die Akademisierung der Gesundheitsberufe o.ä. reagieren (HRK, 2016, S.2; Stifterverband, 2020, S. 25). Mit flexiblen, zielgruppenspezifischen Angeboten reagieren pHS u.a. auf die Bedarfe nicht-traditioneller Studierender (NTS), die oft alternative Hochschulzugangsberechtigungen oder parallele familiäre oder berufliche Verpflichtungen haben (Philipps, 2024, S. 29; Lange & Schaper, 2025). Auch die Karrierewege von Professor:innen an pHS sind vielfältiger als an traditionellen Universitäten bzw. staatlichen Hochschulen (sHS). Insbesondere die meist als Hochschulen für angewandte Wissenschaften organisierten pHS eröffnen durch Teilzeitprofessuren und die Anerkennung praktischer Berufserfahrung Zugänge zur Professur, die die Professorenschaft diverser machen als an klassischen Universitäten bzw. sHS (Höhle & Zimmermann 2025, Sembritzki 2020).
Somit sind pHS auf Ebene der Studierenden- und Professor:innenschaft häufig offener und inklusiver als sHS und könnten diesen ggf. als Vorbild dienen. Allerdings verlaufen Inklusion und Öffnung nicht problemlos: So ermöglichen pHS zwar bisher unterrepräsentierten gesellschaftlichen Gruppen den Zugang zu Hochschulbildung, allerdings sind – wie bei Fernstudiengängen verbreitet – bei NTS im Fernstudium die Abbruchquoten höher und Erfolgsquoten niedriger (Dahm, 2022); es besteht also beim Studienerfolg noch keine Chancengerechtigkeit (Trautwein et al., 2026/i.E.).
Zudem sind viele Professorinnen (nicht nur Teilzeitbeschäftigte) an pHS im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen an sHS bezüglich Arbeitsbedingungen, Entlohnung und beruflicher Sicherheit benachteiligt (Höhle & Zimmermann 2025).
Desiderata und Zielsetzung der Ausgabe
Während zu öffentlichen Hochschulen bzw. sHS umfangreiche Forschung vorliegt (vgl. für Überblicke z. B. Webler 2025; Pasternack et al. 2025; Hüther & Krücken 2016) ist systematisiertes Wissen auch über den gesellschaftlichen Beitrag nicht-öffentlicher Hochschulen bzw. pHS im deutschsprachigen Raum bislang begrenzt: Wie Philipps (2025) aufzeigt, liegen insbesondere zu Studierendenprofilen, Studienmotiven, Studienverläufen sowie zum Übergang in den Arbeitsmarkt nur wenige empirisch gesicherte Erkenntnisse vor. Damit bleibt auch unklar, welchen Beitrag pHS zur Gestaltung zentraler gesellschaftlicher Aufgaben – etwa in den Bereichen Bildungsgerechtigkeit, Internationalisierung oder Geschlechtergerechtigkeit – leisten. Philipps (2025) spricht sich daher für eine Ausweitung erklärender und vergleichender empirischer Forschung aus, die bestehende Sekundärdaten durch Primärdatenerhebungen ergänzt und die spezifischen Kontextbedingungen des nicht-öffentlichen Hochschulsektors systematisch berücksichtigt. Methodisch seien zudem stärker kontextualisierte und erklärende Forschungsansätze sowie vergleichende Studien mit öffentlichen Hochschulen erforderlich, um Transparenz, Standardisierung und Vergleichbarkeit der Daten zu verbessern.
Hierbei erscheint es insbesondere auch lohnenswert, andere (europäische) Hochschulräume in den Blick zu nehmen und z.B. den gesellschaftlichen Beitrag der Open Universities zu untersuchen (z.B. Filippakou 2025).
Darüber hinaus bestehen trotz der bereits umfangreichen deutschsprachigen Forschung zu sHS weiterhin erkennbare Desiderata in dem vom Call adressierten Themenfeld. Dazu gehört unter anderem die Frage, in welchem Umfang sHS tatsächlich dazu beitragen, ihre Studierenden „zu verantwortlichem Handeln in einem freiheitlichen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat zu befähigen“ – ein Anspruch, der in § 7 des nach wie vor gültigen Hochschulrahmengesetzes formuliert ist und angesichts aktueller Entwicklungen neue Relevanz gewinnt.
Mögliche thematische Zugänge
Zu diesem Themenheft laden wir insbesondere Beiträge ein, die:
- theoretische und/oder empirische Beiträge zur Third Mission unterschiedlicher Typen von Hochschulen leisten und untersuchen, wie Kooperationen mit Praxis, Zivilgesellschaft, Kommunen etc. dazu beitragen können. Hierbei könnte auch die besondere Rolle und Verantwortung von Hochschulen (insbesondere HAW, dualen und privaten Hochschulen) in regionalen Kontexten untersucht werden;
- das Spannungsfeld von Gelingensfaktoren und Herausforderungen beim Beitrag von Hochschulen (staatlichen, privaten und kirchlichen Universitäten, (dualen) Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit Präsenz-, hybriden oder Fernstudienangeboten etc.) zu einer offenen, inklusiven und demokratischen Gesellschaft beleuchten;
- die Öffnung von Hochschulen in Hinblick auf Zusammensetzung der Studierenden- oder der Professor:innenschaft/ des wissenschaftlichen Personals adressieren und hierbei unter Beachtung von Diversitätsmerkmalen Zugangswege, Studien- und Karriereverläufe, Studienerfolg und Abbruch, sowie Praxisorientierung und Übergänge in den Arbeitsmarkt analysieren;
- (international) komparative Perspektiven auf den gesellschaftlichen Beitrag von Hochschulen und die Übertragbarkeit empirischer Erkenntnisse oder theoretischer Modelle zum Verständnis unterschiedlicher Hochschulsektoren und Hochschulsysteme diskutieren.
Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Willkommen sind auch Beiträge, die angrenzende Fragen bearbeiten; sie sollten dann besonders klar herausstellen, welches und warum sie dieses Forschungsdesiderat oder Praxisproblem im Zusammenhang mit unserem Call adressieren. Insgesamt wird ein breites Spektrum an Beiträgen - von Forschungsbeiträgen über forschungsgeleitete Entwicklungsbeiträge bis hin zu praxisinspirierten/-inspirierenden reflektierten Entwicklungsbeiträgen - angestrebt (siehe Informationen zur Einreichung). Wir hoffen, mit diesem Themenheft Impulse für eine fundierte inhaltliche Diskussion sowohl in der Wissenschaft, im Wissenschaftsmanagement als auch in der Wissenschafts- bzw. Hochschulpolitik geben zu können.
Literatur
BIBB (2023). Duales Studium in Deutschland: Entwicklungen und Perspektiven. Bundesinstitut für Berufsbildung.
DAAD (2023). Internationalisierung der Hochschulen in Deutschland. Deutscher Akademischer Austauschdienst.
Dahm, G. (2022). Früher Abbruch oder auf schnellem Weg zum guten Abschluss? Der Studienerfolg nicht-traditioneller Studierender. In C. Kerst & A. Wolter (Hrsg.), Studierfähigkeit beruflich Qualifizierter ohne schulische Studienberechtigung: Studienvoraussetzungen, Studienverläufe und Studienerfolg (S. 201–243). Springer Fachmedien. https://doi.org/10.1007/978-3-658-35429-9_9
Filippakou, O. (2025). Two ideologies of openness: a comparative analysis of the Open Universities in the UK and Greece. Policy Reviews in Higher Education, 9(1), 160–187. https://doi.org/10.1080/23322969.2025.2453685
Gesellschaft für Hochschulforschung. (2025, 6. Februar). Call for Papers GfHf 2025: Die gesellschaftsrelevante Hochschule – Wie kann Integration von Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft gelingen?
https://www.gfhf.net/call-for-papers-gfhf-2025-die-gesellschaftsrelevante-hochschule-wie-kann-integration-von-wissenschaft-praxis-und-gesellschaft-gelingen/
Hanson, L.L. (2019). Wicked Problems and Sustainable Development. In: Leal Filho, W. (eds) Encyclopedia of Sustainability in Higher Education. Springer, Cham. doi.org/10.1007/978-3-319-63951-2_522-1
Höhle, E., & Zimmermann, O. (2025). Teilzeitprofessuren an privaten und staatlichen HAW: Geschlecht, Verteilung, Risiken und Chancen. Personal- und Organisationsentwicklung in Einrichtungen der Lehre und Forschung, 23(2+3).
HRK (2023). Die Rolle der Hochschulen für angewandte Wissenschaften im deutschen Hochschulsystem. Hochschulrektorenkonferenz.
Hüther, O. & Krücken, G. (2016). Hochschulen. Fragestellungen, Ergebnisse und Perspektiven der sozialwissenschaftlichen Hochschulforschung. Wiesbaden: Springer VS.
Lange, J., & Schaper, S. (2025). Nicht-traditionelle Studierende: Begriffe, Diskurse und Empirie: Ein systematisches Literaturreview. https://doi.org/10.18445/20250916-130835-0
Machado, H. P. V., Sartori, R., & Rosa, P. F. M. (2024). Beyond the Triple Helix model: Scientific production on the quadruple and quintuple helix. Journal of the Knowledge Economy, 1-34.
Matthews, P. H., Dorfman, J. H., & Wu, X. (2015). The impacts of undergraduate service-learning on post-graduation employment outcomes. International Journal of Research on Service-Learning and Community Engagement, 3(1), Article 18.
Paleari, S., Donina, D. & Meoli, M. (2015). The role of the university in twenty-first century European society. J Technol Transf 40, 369–379. https://doi.org/10.1007/s10961-014-9348-9
Pasternack, P., & Henke, J. (2025). Hochschule in der ungesicherten Demokratie. Ansatzpunkte zur Stärkung der Resilienz. https://doi.org/10.5281/ZENODO.17951293
Pasternack, P., Reinmann, G. & Schneijderberg, C. (Hg.) (2025). Handbuch Hochschulforschung. Forschung über Hochschule und Wissenschaft, Baden-Baden: Nomos.
Philipps, A. (2024). Nichtöffentliche Hochschulen in Deutschland: Scoping Review zur empirischen Forschung. Institut für Hochschulforschung Wittenberg.
Schaeper, H., Briedis, K. (2004). Kompetenzen von Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen, berufliche Anforderungen und Folgerungen für die Hochschulreform. HIS Kurzinformation A 6/2004. Hannover: Hochschul-Informations-System.
Sembritzki, T. (2020). Die Binnendifferenzierung der Professur als Herausforderung für das Hochschulmanagement. Hochschulmanagement, 15(1), 22-30.
Trautwein, C., Bettinger, R., Rebien, J. A., Pampel, A. M., & Hast, M. (2026/im Erscheinen). Distance learning as the higher education format of the future? The importance of the study entrance phase. Beiträge zur Hochschulforschung.
Webler, W-D. (Hg.) (2025). Entwicklung und Stand der Hochschulforschung in Deutschland, Bielefeld: Universitätsverlag Webler.
Wissenschaftsrat (2022). Empfehlungen zur Weiterentwicklung des deutschen Hochschulsystems.
Hinweise zur Zeitschrift
Die ZFHE ist ein referiertes Online-Journal für wissenschaftliche Beiträge mit praktischer Relevanz zu aktuellen Fragen der Hochschulentwicklung. Der Fokus liegt dabei auf den didaktischen, strukturellen und kulturellen Entwicklungen in Lehre und Studium. Dabei werden in besonderer Weise Themen aufgenommen, die als innovativ und hinsichtlich ihrer Gestaltungsoptionen noch als offen zu bezeichnen sind. Die ZFHE wird von einem Konsortium von europäischen Wissenschaftler:innen herausgegeben. Weitere Informationen: https://www.zfhe.at.
Informationen zur Einreichung
Beiträge können in drei unterschiedlichen Formaten in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden:
Ein Forschungsbeitrag sollte folgende Kriterien erfüllen:
- behandelt eine systematische Frage in trans-, inter- oder fachdisziplinären Zusammenhängen;
- hat eine Forschungslücke als Ausgangspunkt;
- weist eine umfangreiche Einbettung in den wissenschaftlichen Diskurs auf;
- verfügt über eine robuste methodische Herangehensweise;
- beinhaltet eine Reflexion der eigenen Arbeit;
- stellt das forschungsmethodische Vorgehen dar;
- setzt eine Methode ein, die sich sehr gut eignet, um die Forschungsfrage zu beantworten;
- stellt den wissenschaftlichen Diskurs reflektiert dar;
- bietet einen deutlich erkennbaren Mehrwert bzw. Beitrag zur Beantwortung der Forschungsfrage respektive zur Forschungsdiskussion;
- folgt konsistent einschlägigen Regeln der Zitation (APA-Stil, aktuelle Auflage);
- umfasst zwischen 20.000 und 33.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen sowie Deckblatt; Literatur- und Autorenangaben).
Ein Forschungsgeleiteter Entwicklungsbeitrag sollte folgende Kriterien erfüllen:
- bietet eine Hochschulentwicklungsperspektive mit fundierter Forschungsbasierung;
- erörtert und differenziert ein systematisches Problem der Lehrentwicklung
- ist ein wissenschaftlich reflektierter „Institutional Research“-Beitrag
- wird durch einen Literaturüberblick unterstützt;
- erkennbare Adressierung der Wissenschafts-Praxis-Kommunikation und/oder der Verbindung zwischen den beiden Polen „Forschung und Entwicklung“;
- folgt konsistent einschlägigen Regeln der Zitation (APA-Stil, aktuelle Auflage);
- umfasst zwischen 20.000 und 33.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen sowie Deckblatt; Literatur- und Autorenangaben).
In Entwicklungsbeitrag sollte folgende Kriterien erfüllen:
- behandelt ein konkretes Problem der Hochschulentwicklung in der (eigenen)Hochschule;
- Praxisdesiderat;
- ist in die wissenschaftliche Diskussion und Literatur eingebettet (jedoch ohne den Anspruch, einen Überblick über die Literatur zu erhalten);
- bietet Anregungen zur Lehr- und Hochschulentwicklung ggf. mit Handlungsempfehlungen;
- folgt einer systematischen und transparenten Darstellung (z. B. keine unverständlichen Hinweise auf Spezifika und Details in einem Praxisfeld);
- arbeitet generalisierbare Aspekte und Faktoren im Sinne einer Theoriebildung heraus;
- ersichtliche Transferüberlegungen;
- Forschungsdesiderate sind benannt
- folgt konsistent einschlägigen Regeln der Zitation (APA-Stil, aktuelle Auflage);
- umfasst zwischen 20.000 und 33.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen sowie Deckblatt; Literatur- und Autorenangaben).
Zeitplan
15. Februar 2027 – Deadline zur Einreichung des vollständigen Beitrags: Ihre Beiträge laden Sie im ZFHE-Journalsystem (https://www.zfhe.at) unter der entsprechenden Rubrik (Forschungsbeitrag, Forschungsgeleiteter Entwicklungsbeitrag, Entwicklungsbeitrag) der Ausgabe 22/2 in anonymisierter Form hoch; hierzu müssen Sie sich zuvor als „Autor:in“ im System registrieren.
Mitte/Ende März 2027 – Rückmeldung/Reviews: Sämtliche Beiträge werden in einem Double-blind-Verfahren beurteilt (s. u.).
Mitte/Ende April 2027 – Deadline Überarbeitung: Gegebenenfalls können Beiträge entsprechend Kritik und Empfehlungen aus den Reviews bis zu diesem Zeitpunkt von den Autor:innen überarbeitet werden.
Juni 2027 – Publikation: Im Juni 2027 werden die finalisierten Beiträge unter https://www.zfhe.at publiziert und auch als Printpublikation erhältlich sein.
Review-Verfahren
Sämtliche eingereichten Beiträge werden in einem „double-blind“ Peer-Review-Verfahren auf ihre wissenschaftliche Qualität überprüft. Die Herausgeber:innen eines Heftes schlagen die Gutachter:innen für den jeweiligen Themenschwerpunkt vor und weisen die einzelnen Beiträge den Gutachter:innen zu; sie entscheiden auch über die Annahme der Beiträge. Die Auswahl der Gutachter:innen und der Begutachtungsprozess werden bei jedem Themenheft jeweils von einem Mitglied des Editorial Boards begleitet.
Formatierung und Einreichung
Um bei der Formatierung der Beiträge wertvolle Zeit zu sparen, möchten wir alle Autor:innen, von Beginn an bitten, mit der Formatvorlage zu arbeiten, die auf der Homepage der ZFHE heruntergeladen werden kann:
Die Texte müssen bearbeitbar sein und z. B. in den Formaten Microsoft Word (.doc), Office Open XML (.docx), Open Document Text (.odt) oder als Plain Text (.txt) vorliegen; bitte keine PDF-Dateien einreichen. Die Beiträge werden zunächst in anonymisierter Fassung benötigt, um das Double-blind-Reviewverfahren zu gewährleisten. Bitte entfernen Sie hierzu sämtliche Hinweise auf die Autor:innen aus dem Dokument (auch in den Dokumenteigenschaften!). Nach positivem Reviewergebnis werden diese Angaben wieder eingefügt.
Noch Fragen?
Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Caroline Trautwein (caroline.trautwein@iu.org), René Krempkow (rene.krempkow@b-tu.de), Okka Zimmermann, (okka.zimmermann@iu.org, o.zimmermann@tu-braunschweig.de); Liudvika Leišytė (liudvika.leisyte@tu-dortmund.de) oder Anna-Lena Rose (anna-lena.rose@tu-dortmund.de).
Bei technischen und organisatorischen Fragen wenden Sie sich bitte an Alessandro Barberi (office@zfhe.at).
Wir freuen uns auf Ihre Einreichung!
Caroline Trautwein, René Krempkow, Okka Zimmermann, Liudvika Leišytė und Anna-Lena Rose