Digitale Souveränität: Hochschulen als deliberative Akteure
Artikelinhalt
Hochschulen sind als eigenständige Akteure im Diskurs über digitale Souveränität wenig präsent. Der vorliegende Beitrag adressiert diese Lücke konzeptuell, indem er den Capability-Ansatz auf die Mesoebene der Hochschulen überträgt, ihn mit einer infrastrukturanalytischen Perspektive auf akademische Freiheit verknüpft und in Klafkis bildungstheoretischer Trias von Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Solidarität verankert. Ergebnis ist ein Definitionsvorschlag: digitale Souveränität als organisationale Verwirklichungschance, Entscheidungen über digitale Infrastrukturen werteorientiert, begründet und revidierbar zu treffen. Deliberative Verfahren im Sinne des Verstehens, des Prüfens und des Mitgestaltens erweisen sich dabei aus hochschulischer Perspektive als bildungstheoretisch notwendig.
PDF
